St. Pauli-Kirche
Geschichte und Baukunst
Auf einem Heidesandfeld im Norden Dresdens war seit 1842 als Musterstadt die Oppellvorstadt entstanden, die später bekam den Namen »Hechtviertel« bekam, weil ein Weg nach »Hechts Weinberg« in Trachenberge hindurchführte. Der Stadtteil wurde im 19. Jahrhundert dicht mit gründerzeitlichen Wohngebäuden und im 20. Jahrhundert mit Siedlungshäusern eines Wohnungsbauvereins bebaut.
Die St.-Pauli-Gemeinde war 1881 durch Auspfarrung aus der Dreikönigskirche entstanden. Als sich die Einwohnerzahl der neuen Gemeinde stark erhöht hatte, wurde 1889 bis 1891 eine Kirche gebaut. In frühgotischen Formen aus Backsteinmauerwerk als dreischiffige Hallenkirche mit breitem Mittelschiff und schmalen Seitenschiffen errichtet, bot die Kirche Sitzplätze für rund 1.000 Personen.
Während der Bombenangriffe am Ende des zweiten Weltkrieges bekam sie mehrere Treffer und brannte aus. Nur der Rest des Turmes und die Außenmauern blieben erhalten. In den 60er Jahren wurde die baufällige Ruine enttrümmert. Mit Städtebau-Fördermitteln erfolgte 1996/97 die Sicherung und Teilsanierung der Ruine durch die Stadtentwicklungs- und -sanierungsgesellschaft Dresden mbH (STESAD), mit der seit dieser Zeit ein Pachtvertrag besteht. 1999 wurde der gemeinnützige Verein Theaterruine St. Pauli e.V. gegründet, um die Ruine als Veranstaltungsort für Theater und Konzerte zu entwickeln. Es gibt Überlegungen zum weiteren Ausbau des Gebäudes.
1993 wurden Räume im Erdgeschoß des Pfarrhauses in der Fichtenstraße 2 zu einem kleinen Gemeindezentrum umgebaut. Seitdem ist die Gemeinde hier zu Hause und feiert sonntags 9:30 Uhr Gottesdienst.
