Martin-Luther-Kirchgemeinde

Trotz des säkularen, unkirchlichen Umfeldes wird die Martin-Luther-Kirche als ein Zentrum der Neustadt wahrgenommen und spielt als solches eine wesentliche Rolle z.B. während des Stadtteilfestes »Bunte Republik Neustadt« (BRN).

Gemeinde im Wandel

Foto: Lothar Sprenger

Von den schweren Zerstörungen der Dresdner Innenstadt gegen Ende des Zweiten Weltkrieges am 13. Februar 1945 blieben die Martin-Luther-Kirche und die Äußere Neustadt weitgehend verschont. Sank wenige hundert Meter entfernt jenseits der Bautzner Straße fast alles in Schutt und Asche, so fiel auf die Kirche nur eine Brandbombe, welche bald gelöscht werden konnte.

Bis zum Ende der 1980er Jahre verwahrloste die Bausubstanz in der Äußeren Neustadt infolge der sozialistischen Planwirtschaft, bot aber dadurch Raum zur kreativen Entfaltung für Andersdenkende.
Als nach dem Ende der DDR großflächige Sanierungsmaßnahmen möglich wurden, hatte das erst einmal eine weitgehende Entvölkerung des Stadtviertels zur Folge. Mit den neuen Mietern nach der Sanierungswelle veränderte sich die Bevölkerungsstruktur zwar sehr, doch der Stil des Szeneviertels mit alternativen Lebensentwürfen, Studenten, jungen Familien, vielen Kindern, (Lebens-)Künstlern und Kneipen blieb erhalten. Hier wird die Martin-Luther-Kirche als ein Zentrum der Neustadt wahrgenommen und spielt als solches eine wesentliche Rolle z.B. während des Stadtteilfestes »Bunte Republik Neustadt« (BRN). Vom Turm der Kirche bietet sich ein wunderschöner Rundblick über die Dächer der Neustadt bis hin zu den Höhenzügen des Dresdner Umlandes.
1999 bildete die Gemeinde gemeinsam mit der Dreikönigs-, St.-Pauli- und St.-Petri-Kirchgemeinde das Ev.-Luth. Kirchspiel Dresden-Neustadt. Seither wächst die Gemeinde ständig. Von 2.229 Gemeindegliedern im Jahr 1995 ist sie auf 4.248 (bei insgesamt 9.404 Gemeindegliedern im gesamten Kirchspiel) im Jahr 2013 gestiegen. Fast in jedem der gut besuchten Gottesdienste werden mehrere Kinder oder Erwachsene getauft. Die Martin-Luther-Kirche ist so zusätzlich zu ihrer traditionellen Rolle als kirchenmusikalisches Zentrum zu einem Zentrum moderner Gemeindearbeit geworden.

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