Kein Dornröschenschlaf für den St.-Pauli-Friedhof

Seit Januar 2016 ist der etwa elf Hektar umfassende St.-Pauli-Friedhof in Dresden beschränkt geschlossen. Damit wurde ein neues Kapitel in der über 150 Jahre andauernden Geschichte dieses Begräbnisplatzes aufgeschlagen. Der Friedhof steht wegen seiner charakteristischen räumlichen Gestaltung und Elemente als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz. Wegen ihrer kunst- und stadtgeschichtlichen Bedeutung sind die Hauptbauwerke und zahlreiche Grabstätten als Einzeldenkmale ausgewiesen.

Der Friedhof mit seinem reichen Baumbestand und hochinteressanten Grab- und Gedenkstätten wird bereits jetzt von vielen Bürgern auch zur ruhigen Erholung wahrgenommen. Mit dem Rückgang seiner Funktion als aktiver Bestattungsplatz wird die Funktion als öffentlich zugänglicher Park immer mehr zunehmen. Die Herausforderung, eine fachgerechte Pflege der Anlage zu sichern, bleibt erhalten. Vor diesem Hintergrund befassten sich Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden aus den Studiengängen Landschafts- und Freiraumentwicklung sowie Gartenbau im Jahr 2017 mit der zukünftigen Entwicklung des St.-Pauli-Friedhofs.

Ausgewählte Ideen aus diesen Arbeiten will der Friedhofsträger in Zusammenarbeit mit Dipl.-Ing. Cornelius Scherzer, Professor an der HTW und Dipl.-Kfm. (FH) Holger Enke, zuständiger Referent im Landeskirchenamt der interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Ziel ist es, erste Überlegungen zur Entwicklung aufzuzeigen und Fragen sowie Ideen der Besucher zu sammeln. In den nächsten Jahren soll der Umwandlungsprozess durch verschiedene Formen der Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden.

Die Veranstaltung findet statt am Samstag, den 21. Oktober 2017 im Gemeindesaal der Mennonitischen Gemeinde, St.-Pauli-Friedhof, Hechtstraße 78. Beginn ist 10 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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